Wasserprojekt Tansania

Afrikas höchster Berg liegt unter einer Wolkendecke, je höher man fährt, desto grüner und feuchter wird es. Hier entspringt der Gararagua, einer von mehreren Flüssen, die hier am Kilimandscharo ihre Quelle haben. Das Gebiet ist ein als National-Park geschütztes Land, weswegen das Wasser sehr sauber und nicht verseucht ist. Tansania verfügt über reichlich Wasser, dennoch ist die regionale Verteilung ungleich. Der Zugang zu sauberem Wasser stieg von 46 % in den 1990ern auf 62% im Jahr 2006. Das heißt aber auch, dass noch zu viele Familien nicht über sauberes und sicheres Trinkwasser verfügen: 50 % der Land- und 25 % der Stadtbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Hinsichtlich der sanitären Versorgung gestaltet sich die Situation noch schlechter.

 

Der schlechte Wasserzugang hat nachteilige Auswirkungen auf viele andere soziale Sektoren: Krankheiten, wie Durchfall und Cholera, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden, fordern viele Opfer. Vor allem für Neugeborene und Kleinkinder kann dies mit dem Tode enden. Durch fehlende Bewässerung ist die Produktivität in der Landwirtschaft niedrig. Daher ist es besonders für die Bevölkerung in ländlicher Gegend von großer Bedeutung, dass sie Zugang zu gereinigtem Wasser erhalten. Grundsätzlich erreichen staatliche Wasserleitungen eher große Städte und wenige ländliche Gegenden. Jegliche weitere Wasserversorgung muss über private Wasserverkäufer geschehen. Diese sorgen durch selbst finanzierte Leitungen, als Überbrückungen von den großen Wasserleitungen weiter in ärmlichere und ab gelegenere Gegenden, für Wasserzugang.

 

In Gegenden in die keine staatlichen Wasserleitungen führen, sorgen Water Supply Chains für die Wasserversorgung, so auch in der Gegend rund um Karansi. Diese Wasserversorger sind verantwortlich für Wasserleitungen, die von dem Gararagua Fluss, welcher am Kilimandscharo entspringt, abzweigen. Die meisten Anwohner können es sich nicht leisten sich eine private Wasserleitung direkt in ihr Haus bauen zu lassen, daher sind sie auf Wasserstationen angewiesen, an denen sie für einen minimalen Betrag das Wasser in Eimern oder Kanistern abholen können. Durch Spenden können solche Wasserstationen gebaut und den Anwohnern somit Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht werden.

 

Dank Pater Assengas Engagement und den großartigen Spenden des Eine Welt Ladens konnten bereits sieben Wasserstationen errichtet werden. Für jede Wasserstation gibt es eine verantwortliche Person, die dafür sorgt, dass die Station sauber gehalten wird und funktioniert. Pro Eimer Wasser wird ein geringer Betrag von 10 Tansanischen Schilling verlangt, was umgerechnet 0,0038€ entspricht. Dieser geringe Betrag soll symbolisch den Wert des Wassers aufzeigen, sodass die Bevölkerung dieses Gut weiterhin zu schätzen weiß. Durch jede weitere Wasserstation bekommen wieder ein paar Menschen Zugang zu sauberem Wasser, ohne, dass sie kilometerlange Strecken zurücklegen müssen. Noch immer müssen viel zu viele Menschen ohne sicheres und sauberes Trinkwasser auskommen bzw. weite Strecken für dieses zurücklegen, sodass noch viele weitere Wasserstationen notwendig sind.