Uspha-Uspha - Cochabamba (Bolivien)

Im Jahr 2017 konnte das Uspha-Uspha Projekt mit 13.000€ unterstützt werden.

      Stadtteil Monte Olivos

 

Im Stadtteil Monte Olivos, der zu den neusten Stadtteilen Cochabambas zählt, haben die Ordensschwestern ein Bildungszentrum errichtet. Cochabambas Einwohnerzahl wächst ständig. Viele Menschen, die auf dem Land leben, flüchten in die Stadt, da sie sich hier ein besseres Leben versprechen. Doch in den Randbezirken, wo sie sich ansiedeln, ist die Infrastruktur noch so gut wie nicht vorhanden. Um Strom und Wasser zu erlangen, müssen sich die Menschen in comunidades (kleinen Gemeinden) zusammenschließen. Strom ist in Monte Olivos mittlerweile vorhanden, mit Wasser sieht es schon anders aus.

Im Bildungszentrum kommen täglich nachmittags circa 40 Kinder in das Projekt. Hier erhalten sie Hilfe bei den Hausaufgaben, außerdem wird versucht, ihren schulischen Schwächen entgegenzuwirken. Zudem erhalten sie eine Zwischenmahlzeit, den sogenannten Refrigerio. Hierfür kaufen die Schwestern Zutaten ein, doch die Mütter der Kinder bereiten die Mahlzeit zu. Meistens handelt es sich dabei um ein Getränk und ein Sandwich oder Früchte.

Zudem werden im Bildungszentrum Kurse für Frauen angeboten. Dazu gehört die Alphabetisierung, Nähen und Aufklärung in Bezug auf eine gesunde Ernährung etc. Ein solcher Kurs dauert je nach Teilnehmerzahl zwischen zwei und drei Jahre. Am Ende legen die Frauen eine Prüfung ab und erhalten dann vom Bildungsministerium ein Zertifikat. Im Jahr 2017 beginnt ein neuer Kurs.

Außerdem gibt es hier einen solidarischen Kaufladen, in dem die Frauen ihre Basislebensmittel wie Mehl, Nudeln, Kartoffeln, Reis und Qinua für sehr wenig Geld kaufen können.

Das Gebäude in Monte Olivos ist noch relativ neu, weshalb noch einige Sachen zu tun sind. Die Toiletten sind gerade fertig geworden, der Garten wird nach den Ferien angelegt. Es fehlt jedoch noch der zweite Stock, wo die Schwestern gerne ein Zimmer für eine Familie einrichten würden, die dann auch auf das Haus aufpassen kann, wenn sie nicht da sind – v.a. nachts.

 

      Stadtteil Alto Miraflores

 

Die Diozöse Cochabamba will hier gemeinsam mit einigen Freiwilligen, die zumeist Studenten sind, eine Stiftung gründen. Inwiefern die Schwestern in dieser Stiftung teilhaben werden, ist noch nicht klar.

Im Moment bieten sie im Gebäude der Stiftung Nähkurse für bis zu 60 Frauen an.

Des Weiteren hat die Stiftung eine Praxis, in der sie ein paar Mal pro Woche medizinische Versorgung anbietet, außerdem gibt es eine Zahnarztpraxis.

Es gibt einen großen Saal, in dem 30 Kinder morgens und 30 Kinder mittags Hilfe bei den Hausaufgaben und eine Speisung erhalten.

Außerdem gibt es eine Art Lehrgarten, wo den Frauen gezeigt wird, wie sie bestimmte Sachen anpflanzen können. Dies soll ebenfalls zu einer gesunden Ernährung beitragen.

 

Eigenes Gebäude

 

Die Schwestern haben im Stadtteil Alto Miraflores außerdem ein Gebäude angemietet. Dieses würden sie in naher Zukunft gerne kaufen, um es ein wenig umzubauen, zu renovieren und umzugestalten.

In diesem Gebäude organisieren sie ebenfalls Kochkurse und Kurse im Backen für die etwa 60 Frauen, die im Gebäude der Stiftung Nähen. Es gibt hier eine große Küche, einen Abstellraum und eine „solidarische tienda“ – ein Geschäft, in dem die Frauen für wenig Geld ihre Basislebensmittel wie Reis, Nudeln, Kartoffeln, Mehl, Qinua etc. kaufen können (dieses gibt es in Monte Olivos auch)

Außerdem gibt es eine überdachte, betonierte Terrasse, die viel Platz für die Kurse bietet. Zudem gehört zu dem Grundstück ein kleiner Garten, in dem die Kinder spielen können, während ihre Mütter die Kurse belegen. 

Eindrücke aus dem Projekt
Uspha-Uspha.pdf
PDF-Dokument [1.4 MB]